Call Option

Die Teilprivatisierung des Flughafens in Klagenfurt war von Anfang an keine Liebeshochzeit. Statt eine Verbindung mit einem strategischen Partner, kam ein Investor an Bord, der in der Vergangenheit vor allem im Immobilienbereich tätig war. Da nur ein Interessent übrig blieb, war auch die Partnersuche eingeschränkt. Die politisch Verantwortlichen hatten nicht den Mut, die Hochzeit abzusagen. …

Zur Flughafenrelation

Unter einer Relation versteht man im Allgemeinen eine Beziehung, die zwischen Dingen bestehen kann. Im Falle der Veräußerung der Liegenschaften der Flughafengesellschaft an Lilihill beträgt diese 17,8 Millionen Euro zu 79,0 Millionen Euro. Zum Berechnungsvorgang: Lilihill plant die Gründung von neun Kapitalgesellschaften, die die 48 ha der nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften der Flughafengesellschaft um 17,8 Millionen Euro …

Kaiser unter Strom

Vor Jahren hat der Landeshauptmann Peter Kaiser versprochen, dass der Strompreis in Kärnten bundesweit der günstigste wird. Genau das Gegenteil ist eingetreten. Der Netztarif der Kelag ist der höchste in ganz Österreich. Dieser wird ab Jänner 2022 noch einmal um zusätzliche 6,7 Prozent erhöht. Und auch der Energiepreis schießt durch die Decke. Ab Februar 2022 …

Die Hure für die Reichen

Im bekannten Märchen der Gebrüder Grimm “Der Wolf und die sieben Geißlein” schaut es für den Lupus nicht gut aus. Am Anfang noch trickreich werden ihm die Steine letztlich zum Verhängnis. “Der Wolf ist tot!” lautet es am Schluss des Tiermärchens. In Österreich ist der Wolf eine privilegierte Spezies des Turbokapitalismus: Vernetzt mit den jeweiligen …

Flughafen: Plan B

Der Casus knacksus für die Pattsituation am Flughafen der Landeshauptstadt ist der Umstand, dass man im Rahmen der Teilprivatisierung im Jahr 2018 die Kommandobrücke einem Immobilieninvestor überlassen hat, obgleich ein strategischer Partner für den Flughafenbetrieb gesucht wurde. Die Kritik des Landesrechnungshofes an der Art und Weise, wie die Politik den Privatisierungsprozess abgewickelt hat, liest sich …

Fragen und Antworten zur “Avation City”

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Der Immobilieninvestor Franz Orasch hat das alternativlose Entwicklungskonzept für den Flughafen Klagenfurt vorgestellt: Die “Avation City”. Die nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften der Flughafengesellschaft im Ausmaß von 48,6 ha sollen um EUR 17,8 Millionen an eine Gesellschaft des Immobilienentwicklers verkauft werden. Ist dies nicht der Fall, wird es den Flughafen nicht mehr …

Warum ….?

Die Pandemie trifft alle gleich. Würde man meinen. Während der Lockdowns dürfen Lebensmittelgeschäfte und Drogerien offen halten. So weit, so gut. Warum aber diese Non-Food-Artikel, wie Computer, Kinderspielzeuge, Textilien, Kaffeeautomaten etc. verkaufen dürfen – aggressive Werbung in den Medien inklusive –, während die Einzelhandelsgeschäfte geschlossen bleiben müssen, obgleich das Virus keine Differenzierung nach Handelsgeschäften vornimmt, …

Lehren aus der Regierungskrise

In Österreich hat man sich in der Politik an Verhältnisse wie auf dem Balkan bereits gewöhnt. Ob Postenbesetzungen, Auftragsvergaben oder Vermögensverschleuderungen. Die jetzige kurz(e) Regierungskrise hat jedoch ein neues Kapitel offenbahrt. “Wer zahlt schafft an” – nach diesem Motto wurde die seit Jahrzehnten praktizierte message control zur Perfektion gebracht. Zwar weiß jeder der mit Medien …

Gangway zur Privatisierung

(Angebot aus der laufenden Versteigerung der Kärntner Flughafen Betriebsgesellschaft m.b.H.) Der Klagenfurter Flughafen wurde im Jahr 2018 teilprivatisiert. Trotz Liegenschaftsvermögen – 219ha; davon 51ha nicht betriebsnotwendige Liegenschaften mit einem Verkehrswert von 28 Millionen – und einem buchmäßigen Eigenkapital von 12,6 Millionen, musste der Investor keinen Kaufpreis zahlen. Das Ziel der Teilprivatisierung seitens der öffentlichen Hand …

Geldverschwendung in Kärnten

Im Jahr 2020 feierte Kärnten die 100-jährige Volksabstimmung. Im Rahmen dieser Veranstaltung war eine Fußball-Europameisterschaft der autochthonen nationalen Minderheiten in Europa geplant. Seitens des Landes wurde dem Veranstalter eine Förderung in Höhe von 300.000,00 Euro zugesichert. Von einem solchen Geldregen kann die deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien, die bis heute nicht als Minderheit anerkannt wurde, nur …