Seit Jahren wird das Märchen erzählt, dass die Hypo Pleite zur Erhöhung der Landesschulden geführt hat und dafür der verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider verantwortlich war. Abgesehen davon, dass die Art und Weise der Notverstaatlichung unter der Federführung des damaligen Finanzministers Josef Pröll ein Meisterstück des Versagens war – der Bund hat im Rahmen der Notverstaatlichung die Haftung für die Rückzahlung der Darlehen der Bayern LB in der Höhe von 5,4 Milliarden Euro übernommen, obgleich es sich dabei um eine eigenkapitalersetzende und somit nachrangige Finanzierung gehandelt hat! – zeigt die Abrechnung der Hypo Pleite für das Land Kärnten ein anderes Bild: Unter dem Strich hat die Hypoabwicklung dem Land Kärnten einen Überschuss von 571 Millionen Euro gebracht. Zur Berechnung:

„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“ (Ingeborg Bachmann). Mit dieser Kenntnis müssen die Hypo Basher im Land leben. Und zur Wahrheit gehört auch, dass der Mastermind der „Notverstaatlichung ohne Not“ (Griss – Bericht) Josef Pröll nach getaner Arbeit im Raiffeisenkonzern einen hoch dotierten Spitzenjob angetreten hat, die Gründung einer Bad Bank um Jahre zu spät erfolgte und der Umstand, dass das Land Kärnten keine Bürge- und Zahlerhaftung sondern lediglich eine Ausfallsbürgschaft für die Schulden der Hypo übernommen hat, von vielen nicht richtig eingeordnet wurde – ob mangels Sachverstand oder als Kalkül ist eine andere Frage.